Ohm

Das Ohm von Jenoli ist ein tiefschwarzes Stout. Nur rund 10% der Malz-Mischung sind stark geröstet (EBU >1000) und trotzdem wird die Maische schon nach wenigen Sekunden im Braumeister sehr dunkel. Spannend ist auch, dass der Maischtakt mit nur einer einstündigen Rast auskommt. Die Hopfung besteht aus Northern Brewer und Goldings und das Resultat steht den englischen Originalen höchstens im speziellen Schaum etwas nach. Unser englischer Nachbar ist jedenfalls ein begeisterter Ohm-Trinker. Das Ohm gibt es bei uns in 5dl-Bügelflaschen, sowie auf Vorbestellung in 9l- und 18l-Kegs für Partys.

  

    

Quelle: Wikimedia

Georg Simon Ohm (1789-1854) war ein deutscher Physiker. Ohm erkannte sehr früh, dass es eine mathematische Beschreibung der "Wirkung fliessender Elektrizität" in Abhängigkeit von Material und Dimensionen geben muss. Die damals zur Verfügung stehenden Gerätschaften für Experimente mit Elektrizität waren aber aus heutiger Sicht unvorstellbar einfach (z.B. Volta-Säulen als Spannungsquelle). Für die Messung der Stromstärke entwickelte er die "Ohm'sche Drehwaage", welche die erst wenige Jahre zuvor entdeckte magnetische Kraft von fliessendem Strom nutzte. Das war die Geburtsstunde vom analogen Ohm-Meter, welche bis vor wenigen Jahren weit verbreitet waren. 1826/27 konnte Ohm in seinen Messungen die berühmte Formel herleiten: U=R*I, das ohm'sche Gesetz. Gleichzeitig beschrieb er mathematisch korrekt auch die Parallel- und Reihenschaltung von Widerständen. Die Anerkennung seiner Resultate dauerte aber noch weitere 10 Jahre, da erlauchte Wissenschaftlerzunft die Resultate eines einfachen Lehrers für Mathematik und Physik vorerst ignorierte. Zu Ehren von ihm wurde 1881 die SI-Einheit für den elektrischen Widerstand nach Ohm [Ω] benannt.